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Stellwerk - das Jugendtheater Weimar e.V.
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stellwerk - junges Theater Weimar

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24
DIENSTAG
24.10.2017 - 19:00 UHR
Stellwerk Weimar
stellwerk - junges Theater Weimar
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Louise Jacobson ist die französische Anne Frank. Ihre Briefe verblüffen durch Spontaneität und Intelligenz, sind keine Dokumente des unmittelbaren Grauens, sondern spiegeln in ihrer verzweifelten Heiterkeit das ganz persönliche Unglück aller Opfer des Naziregimes wieder. Sie sind für junge Menschen von heute nachvollziehbarer, als die Anonymität unvorstellbarer Zahlen.


Louisa Jacobson wurde 1942 mit ihrer Mutter im Gestapo- Auftrag in Paris festgenommen; die Schwester hatte nach Lyon in die unbesetzte Zone fliehen können und sich dem Widerstand angeschlossen. Louise wird zunächst vom Gericht frei gesprochen, aber anschließend in das Sammellager für in Frankreich lebende Juden nach Drancy gebracht. Hier führt der berüchtigte Alois Brunner das Kommando. In den Betonbauten sterben viele Inhaftierte an Hunger.
Während der quälenden Gefangenschaft schreibt Louise viele Briefe an ihre Familie. Aus ihnen sprechen Liebe und Zärtlichkeit, Hoffnungen und Träume eines jungen Mädchens. Sie ist ein ganz normales junges Mädchen. Sie entwickelt sich in der langen Zeit der Haft von einem couragierten Mädchen zu einer tapferen Frau. Es ist äußerst bemerkenswert, wie Louises Bemühen, um Tapferkeit, um den Glauben an Gerechtigkeit, so ganz ohne Sentimentalität daherkommt. Mit verzweifelter Heiterkeit versucht sie die schrecklichen Lagerbedingungen zu überspielen. Das Grauen steckt zwischen den Zeilen. Am Ende wird sie eine von Tausenden von Juden sein, die nach Auschwitz transportiert werden und dort im Gas umkommen.

Ein letzter Satz von ihr soll uns trösten. Für sie hört die Hoffnung auf Freiheit nie auf.

Lieber Papa, Kopf hoch und bis bald! Dann besteigt sie den Zug nach Auschwitz.

Ein Schauspiel mit Filmeinspielungen, Musik und einer jungen Spielerin - sie stellen das ästhetische Prinzip, eine Bühne, ein abgeschlossener Käfig, in den wir Zuschauer hineinsehen dürfen.

Regie: Regine Heintze
Video: Arian Wichmann
Bühne: Mila van Daag
Kostüm: Andrea Wöllner

es spielt: Marie-Luise Vit

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