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KULTURNEWS

02
FEBRUAR
von Thüringer Theaterverband
am 02.02.2012

STIFTUNGEN SUCHEN UND FINDEN!

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat eine kostenlose Suchmaschine für Stiftungen mit erweiterten Filtern und in neuem Layout vorgestellt. Die Stiftungssuche enthält Informationen zu den ca. 8.300 deutschen Stiftungen, deren Internetadresse der Dachverband kennt und die an einer Befragung teilgenommen haben.

Die Stiftungssuche informiert über Namen, Anschrift, Zweck und Internetseite der Stiftung. Zu den möglichen Filterkriterien zählen Suchwörter, regionale Zuordnung und die Verwirklichungsart (fördernd oder operativ). Stiftungen, bei denen keine Anträge möglich sind, können von vornherein ausgeschlossen werden.

Hier kann die Suche beginnen: www.stiftungen.org



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17
JANUAR
von Thüringer Theaterverband
am 17.01.2012

FUSION IN SACHSEN / LAG DARSTELLENDES SPIEL + LANDESVERBAND AMATEURTHEATER SACHSEN

ZUSAMMENSCHLUSS IN SACHSEN. Mit dem 1. Januar 2012 schlossen sich die LAG Darstellendes Spiel e. V. und der Landesverband Amateurtheater Sachsen e. V.  unter dem Namen „Landesverband Amateurtheater Sachsen e. V.“ zusammen.
Nachdem beide sächsischen Vereine 11 Jahre getrennte Wege beschritten haben, werden sie künftig unter einem gemeinsamen Dach arbeiten  und ihre Kräfte für die Pflege, Förderung und Weiterentwicklung des nichtprofessionellen Theaters im Freistaat einsetzen. Damit existiert auf Landesebene im Freistaat Sachsen im Bereich des nichtprofessionellen Theaters nur noch ein Ansprechpartner.

Die seit über 20 Jahren bestehende Landesarbeitsgemeinschaft Darstellendes Spiel Sachsen löst ihren Verein auf und setzt seit 1. Januar 2012 im Rahmen einer neu geschaffenen Arbeitsgruppe „Darstellendes Spiel“ ihre Arbeit fort. Durch den Zusammenschluss erhoffen sich beide Organisationen eine Stärkung des Kinder-, Jugend- und Schultheaters in Sachsen. Die gemeinsamen Potenzen sollen für einen kontinuierlichen Ausbau dieses Bereiches des nichtprofessionellen Theaters genutzt werden, um insbesondere dort die Theaterarbeit weiterzuentwickeln, Grundlagen in der Ausbildung zu schaffen und auch einen besseren Übergang zum Amateurtheater zu ermöglichen. Speziell die Herausforderungen der kulturellen Bildung im Freistaat Sachsen verlangen eine stärkere Kooperation aller vorhandenen Kräfte. Das vom LATS 2009 vorgelegte Grundsatzpapier zur kulturellen Bildung wird deshalb Ausgangspunkt für die Arbeit der neuen LATS-Arbeitsgruppe „Darstellendes Spiel“ sein.
Die Arbeitsgruppe „Darstellendes Spiel“ wird 2012 neben der zweijährigen Grundausbildung zum Spielleiter auch die bisherigen LATS-Werkstätten „Gruppenbezogene Weiterbildung“ und „Spielleitung“ übernehmen. Für 2013 ist zudem geplant, das traditionelle Landesschülertheatertreffen wieder durchzuführen.Die fünfköpfige Arbeitsgruppe setzt sich sowohl aus Mitgliedern der ehemaligen LAG Darstellendes Spiel Sachsen als auch aus Mitgliedern des Landesverbandes Amateurtheater zusammen und wird von Gabriele Bocek (Mondstaubtheater Zwickau) geleitet.

Weitere Informationen können in der Geschäftsstelle abgefragt oder auf unserer Internetseite www.amateurtheater-sachsen.de eingesehen werden.

[Quelle:Presseinformation Landesverband Amateurtheater Sachsen / 14.01.2012 ]



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03
JANUAR
von Thüringer Theaterverband
am 03.01.2012

KULTURRAT THÜRINGEN KRITISIERT BERICHTERSTATTUNG DER ZEITUNGSGRUPPE THÜRINGEN

Die Praxis der Berichterstattung in den Tageszeitungen Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung über Kulturereignisse im Freistaat, insbesondere über die Theater, kritisiert der Kulturrat Thüringen ausdrücklich. Damit reagiert der Verband auf einen Brief von Steffen Mensching, Intendant des Theaters Rudolstadt.

Der Kulturrat stellt fest, dass sich die vor einiger Zeit begonnenen Umstrukturierungen innerhalb der Zeitungsgruppe Thüringen zunehmend negativ auf die Vielfalt der Medienlandschaft im Freistaat und den Meinungspluralismus auswirken. Der verstärkte Austausch von Artikeln zwischen den einzelnen Blättern TA, TLZ und OTZ führt zu einer Verarmung des kulturellen Diskurses. Da es zwischen den Redaktionen Absprachen von Terminen gibt, so dass nur noch ein Theaterkritiker zu Premieren etc. erscheint, findet ein publizistischer Wettbewerb kaum noch statt und die jeweiligen Zeitungen erlangen eine unerwünschte Monopolstellung.

Mit Sorge muss der Kulturrat konstatieren, dass die Redaktionen in ihrer Berichterstattung inzwischen stärker unterscheiden, ob sich ein Theater in den thüringischen Metropolen Erfurt, Weimar, Jena oder in den Kleinstädten befindet. Die ausgezeichnete Arbeit der kleineren Häuser wird nur noch in eingeschränktem Maß gewürdigt; das bedeutet, dass sie zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden. Die gravierenden kulturpolitischen Folgen liegen auf der Hand.

Darüber hinaus ist eine thüringenweit ausgewogene und gleichberechtigte Berichterstattung über alle Kultursparten wünschenswert und von großer Bedeutung.  Aus diesen Gründen bemüht sich der Kulturrat Thüringen um ein Gespräch mit der Zeitungsgruppe Thüringen.

Brief von Steffen Mensching, Intendant des Theaters Rudolstadt, an den Kulturrat Thüringen

Thüringen beruft sich auf den Status, Kulturland zu sein. Blickt man indessen in die Tageszeitungen des Freistaats, kommen einem Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieses schönen Anspruchs. Die großen Printmedien TA, OTZ und TLZ haben in den letzten Monaten Veränderungen in ihrem Profil und Erscheinungsbild durchgeführt, die den Stellenwert der Kultur – entgegen allen Lippenbekenntnissen – deutlich herabstufen. Das Ressort wurde in allen drei Blättern nach hinten verschoben. Einstmals als Aufmacher der Thüringenseiten an deutlich prominenter Stelle platziert, erscheint der Kulturteil nun auf der letzten Seite, nach Rubriken wie „Land & Leute“, dem Länderspiegel, einem Ratgeber- oder Anzeigen- und Annoncenteil. Mag diese Veränderung in ihrer Wirkung noch diskussionswürdig sein, so bedeutet eine weitere Maßnahme eine klare Reduktion der Kulturberichterstattung im Land.

Mehr und mehr geht man dahin über, Artikel und Kritiken der einen Zeitung modifiziert oder unverändert in den anderen Blättern nachzudrucken. Diese Methode – die man Gleichschaltung nennen müsste, wäre das Wort nicht historisch besetzt – begann in den Online-Ausgaben und wird jetzt in den Printversionen nachgeholt. Zudem scheint die gegenwärtige Praxis dahin zu tendieren, dass Theaterkritiker künftig nur noch in jene Standorte fahren werden, die im „direkten Verbreitungsgebiet“ der jeweiligen Zeitung liegen. Man zeichnet sich also nicht mehr für die Kultur im Kulturland verantwortlich, sondern nur noch für regionale Kulturräume. Ein solches Verhalten befördert Provinzialismus, verhindert Vergleich und eine anzustrebende kulturelle Vernetzung im Land. Für die Kulturbetriebe, namentlich die Theater des Freistaats, bedeutet das, dass die Begleitung durch die Presse immer mehr an Vielfalt einbüßt und zur Einstimmigkeit tendiert.

Damit nimmt man den Theatern, als sinnliche Experimentieranstalten zur Reflexion sozialer Realität nicht nur ein wichtiges Informationsmittel, sondern auch ein notwendiges kritisches Gegenüber. Die Folge: die Kommunikation zwischen dem Publikum und den Kunstbetrieben wird eingeschränkt. Die jeweiligen regionalen Zeitungen erlangen eine Monopolstellung, die niemandem gefallen kann. Einseitige Abhängigkeiten gefährden die Kunstfreiheit und schmälern das Niveau gesellschaftlicher intellektueller Auseinandersetzung. Auch politisch ist eine solche Entwicklung gerade im Osten Deutschlands das falscheste Zeichen. Pressefreiheit fordert und fördert den Pluralismus von Meinungen. Sie bildet das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.

Aus genannten Gründen fordern wir, das Theater Rudolstadt, den Thüringer Kulturrat auf, sich an die Verantwortlichen der Zeitungsgruppe Thüringen zu wenden, mit der dringenden Bitte, die Meinungsvielfalt der kulturellen Berichterstattung auszubauen statt aus Effizienzgründen einzugrenzen. In einem Kulturland sollten Kunst und Kultur auch für die Presse mehr als Pflichtaufgaben sein.

[Quelle: Pressemitteilung Kulturrat Thüringen / www.kulturrat-thueringen.de ]



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02
JANUAR
von Thüringer Theaterverband
am 02.01.2012

MEMORANDUM - 1. EUROPÄISCHER THEATERTAG DER TOLERANZ

Am 1.2.2012 wird das „Neue Theater Budapest“ an zwei Intendanten übergeben, die bekannte ungarische Rechtsradikale sind. Einer von ihnen war Gründer einer rechtsextremen Partei und betreibt heute noch eine Zeitschrift, in der er antisemitische, antiziganistische und rassistische Hetzschriften veröffentlicht.
Da es sich um ein subventioniertes Theater einer europäischen Hauptstadt handelt und der Oberbürgermeister im Alleingang diese Entscheidung gefällt hat, findet ein Tabubruch statt, den wir als Theatermacher nicht einfach auf uns sitzen lassen wollen. Gemeinsam mit C. Bernd Sucher und einer Reihe von Theatermachern und Schauspielern haben wir eine Initiative gestartet, die sich gegen die schleichende Akzeptanz von Faschisten im öffentlichen Leben richtet.
Ungarn ist nicht das einzige Land Europas mit starken rechtsextremen Parteien. Deshalb wollen wir dieses Ereignis zum Anlass nehmen, vor der jeweiligen Vorstellung möglichst vieler Theater in ganz Europa, folgendes Memorandum durch einen Schauspieler oder eine Schauspielerin verlesen zu lassen. Als Symbol des Zugangs zum Herzen der Menschen, sollen diese Schauspieler während der Verlesung einen Schlüssel in der Hand halten.

Memorandum

Ich verlese ein Memorandum, das heute in den meisten Theatern Europas vor der Vorstellung in der jeweiligen Landessprache verlesen wird:

Heute ist der 1.Februar 2012. An diesem Tag wurde in Budapest eines der bedeutendsten Theater der Stadt an zwei neue Intendanten übergeben, die seit vielen Jahren öffentlich rechtsradikales Gedankengut vertreten. Sie publizieren antisemitische, antiziganistische und rassistische Hetzschriften und leiten ab heute ein subventioniertes Theater einer europäischen Hauptstadt. Das ist ein Tabubruch.
Wir wollen das nicht zum Anlass nehmen, Steine nach Budapest zu werfen, sondern uns in unserem eigenen Land und in unserer unmittelbaren Umgebung für Toleranz, Vielfalt und Solidarität für die Schwächeren einzusetzen.
Wir sind bestürzt darüber, dass in vielen Europäischen Ländern politische Kräfte wirken, die Hass, Verachtung und Neid zwischen den Menschen schüren. Wir wollen mit unserer Theaterarbeit das Trennende in der Gesellschaft überwinden, Neugierde erwecken und die Sinne für gesellschaftliche Wahrheiten schärfen – für das gemeinsame Wohl aller Menschen, den Frieden und die Freiheit in Europa. Sind wir Menschen doch alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren, sind wir doch alle Bürger einer Welt.
Heute ist der 1.Februar 2012. Begehen wir heute gemeinsam den 1. “ Europäischen Theatertag der Toleranz“.

[Quelle: IG Freie Theaterarbeit / www.freietheater.at ]



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17
NOVEMBER
von Thüringer Theaterverband
am 17.11.2011

GRÜNE FÜR EIN KULTURFÖRDERGESETZ IN THÜRINGEN

GOTHA. Auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz am 12.11. haben die Delegierten des Thüringer Landesverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen umfassenden Antrag für ein Thüringer Kulturfördergesetz beschlossen.

Einige exemplarische Forderungen der GRÜNEN sind nach Frau Astrid Rothe-Beinlich (kulturpolitische Sprecherin): "Insbesondere werben wir für mehr Transparenz und Verlässlichkeit im Rahmen der staatlichen Kulturförderung, für die Stärkung der kulturellen Bildung und der freien kulturellen Szene im Freistaat“ *** "Den freien Theatern und Amateurbühnen wollen wir zudem einen Spielstättenzuschuss von 50 000 Euro im Jahr garantieren und im Bereich der Museen brauchen wir endlich wieder Perspektiven für kulturpädagogische Arbeit" *** "Im Bereich der Soziokultur wollen wir das ProjektmanagerInnenprogramm langjährig ausrichten und die Bezahlung an den TVÖD anpassen. "

weiterführende Informationen finden sich bei www.dtoday.de [Quelle: DeutschlandToday]



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08
NOVEMBER
von Thüringer Theaterverband
am 08.11.2011

BERICHT - SOZIOKULTUR UND FREIE THEATER IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

Einen Einblick in die kulturpolitische Sicht auf die freien Theater und die Soziokultur in Schleswig Holstein bietet der Bericht der Landesregierung vom 26.10.2011.

Bericht der Landesregierung hier lesen!

[Quelle: Landtag Schleswig-Holstein]



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21
SEPTEMBER
von Thüringer Theaterverband
am 21.09.2011

WICHTIGE NEWS aus der BDAT-Bundesversammlung

Vom 17.-18. September tagte die Bundesversammlung des BDAT (Bund Deutscher Amateurtheater) in Bamberg. Das Präsidium und die Geschäftsstelle des Bundesverbandes der Deutschen Amateurtheater warteten mit Neuigkeiten und wichtigen Informationen für die Landesverbände und Mitgliedsbühnen auf.

WICHTIGE NEUIGKEITEN UND INFORMATIONEN GAB ES U.A. ZU DEN THEMEN:

KSK-Ausgleichsvereinbarung * Modellprojekt Bundesfrei-willigendienst * BDAT Projekte 2012 * Satzungsänderung * Situation Frequenzbereichsplanverordnung

Eine Berichterstattung zu den Ergebnissen und wichtigen Mitgliedsinformationen findet sich unter theatriumblogger.wordpress.com



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