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Schauspiel




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13
DONNERSTAG
13.06.2019 - 20:00 UHR
Theaterhaus Jena
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»Wir haben abgetrieben!«

1971 erscheint eine Ausgabe des Magazins Stern, deren Titelbild, inzwischen ikonisch geworden, eine Reihe von Frauen und das Bekenntnis »Wir haben abgetrieben!« zeigt. Das Bekenntnis der zahlreichen prominenten Frauen führt zu einer massiven öffentlichen Diskussion über den rechtlichen Rahmen des Schwangerschaftsabbruchs. Bekannt ist er bereits seit Jahrtausenden, im 20. und 21. Jahrhundert aber wieder hart umkämpft. Gleichzeitig nimmt die Bewegung für eine Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs an Fahrt auf, oder anders gesagt: »Es gibt nichts Mächtigeres als eine Sache, deren Zeit gekommen ist. Und die Sache ist gut.« Das Zitat stammt von Christina Hänel, verurteilt 2018 nach Paragraph 219a, der Werbung für Abtreibungen (in diesem Fall die Information darüber, dass sie solche anbietet) unter Strafe stellt. Sie steht nun an der Front des Kampfes zur Abschaffung des besagten Paragraphen.
Eingeführt im Juni 1933 zeigt er ein weit älteres Phänomen auf: Die männliche Idee vom unmündigen weiblichen Subjekt. Männer, die Politik für Frauen machen. Dazu passt auch die 2014 getroffene Aussage von Jens Spahn, die Pille danach sei kein Smartie. Aber keine Sorge, Jens: Wenn #monike naschen wollen, dann finden sie schon etwas besseres, etwas, das mehr knallt. Ach ja, und lieber Jens: Denkst du eigentlich, wir sind dumm, oder sind wir bloß Frauen?

Mit #monike verfolgt das Theaterhaus Jena die Idee, dass Mitglieder des Ensembles auch eigene Arbeiten am Theaterhaus entwickeln können. Henrike Commichau und Mona Vojacek Koper, die als #monike bereits seit einigen Jahren an der Schnittstelle von Politaktivismus, Medienkultur und Dokumentartheater arbeiten, entwickeln als Fortführung dieser Idee einen eigenen Abend. Angetrieben von einer immensen Wut und immer noch nicht gestorbener Hoffnung treten sie den Bestimmern über ihre Körper entgegen und machen das Theater zur politischen Arena.