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Theaterhaus Jena

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Schauspiel




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Theaterhaus Jena
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In der Republik des Glücks BewertungBewertungBewertungBewertungBewertung (0)

Ein unterhaltsamer Abend in drei Teilen

Es ist Weihnachten. Die Familie sitzt beisammen. Feiert. Streitet. Versöhnt sich wieder. Ein Fest wie jedes Jahr. Bis Onkel Bob auftaucht. Er möchte sich von seiner Familie verabschieden, denn er wird in ein Land gehen, aus dem er niemals wiederkehren wird. Vor seiner Abreise muss er noch einen Auftrag seiner Frau Madeleine erledigen: Er soll in ihrem Namen mit der Familie abrechnen und sie mit ihrem gesamten Hass überschütten.
Nach dieser „Zerstörung der Familie“ wird die Neuordnung der Gesellschaft diskutiert. Die “fünf Grundfreiheiten des Individuums” werden radikal eingefordert. Eine Protestaktion? Ein Punkkonzert? Eine Schlacht?
Am Ende treffen wir Bob und Madeleine wieder. In dieser beckettschen Endspielwelt aus Glas, von der aus sie das Außen nur noch verschwommen wahrnehmen können, scheint sich das Gedächtnis rapide zu verkürzen. Die Sticheleien zwischen den beiden kennen dennoch kein Ende. Unterdessen bereiten sie als Herrscher dieser „Republik des Glücks“ eine Ansprache an ihre Bürger*innen vor. Ihr 100%-Happy-Song beginnt …

Der englische Dramatiker Martin Crimp hat einen schwarzhumorigen Abgesang auf unsere Vorstellungen von Familie, Glück und Gesellschaft geschrieben. In drei aufeinander aufbauenden Teilen verbindet er unterschiedlichste Theaterformen zu einer extremen Welt, welche die Grausamkeit unter dem Deckmantel vertrauter Gemeinschaft enttarnt und seziert.