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KULTURNEWS

September 2011

29
SEPTEMBER
von LAG Spiel und Theater Thüringen
am 29.09.2011

Kultur für alle oder Produktion der "feinen Unterschiede"?

Tagung der Bundesakademie Wolfenbüttel

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Kulturelle Bildung ist als grundlegender Teil der Persönlichkeitsentwicklung, der Allgemeinen Bildung und inzwischen sogar der beruflichen Bildung anerkannt. Alle, die für die kulturelle Bildung arbeiten, sind davon überzeugt, dass sie damit den Menschen etwas Gutes tun.

Aber das schulische ebenso wie das außerschulische ästhetisch-kulturelle Bildungssystem sind kein herrschaftsfreier Raum. Die Künste, die auf sie bezogene kulturelle Bildung und die damit verbundenen Normen und Werte haben gesellschaftliche Funktionen -  Integrations-/Inklusionsfunktionen ebenso wie Abgrenzungs-/Exklusions-funktionen. Auf die "Distinktionsgewinne" durch kulturelle Habitusmerkmale hat der Kultursoziologe Pierre Bourdieu schon Ende der 1970er Jahre hingewiesen. Ist das ehrwürdige Ziel der "Kultur für alle" eine Illusion?

Was muss getan werden, damit kulturelle Bildung ihrem Anspruch auf demokratische Chancengleichheit der Teilhabe an Kunst und Leben gerecht wird? Oder löst sich die traditionelle Verbindung zwischen gesellschaftlichen Eliten, den Erscheinungsformen der Hochkultur und ihrer Nutzung sowieso schon auf, wie die Ergebnisse aktueller Elitenforschung in Deutschland vermuten lassen? Und was bedeutete das für die Zukunft kultureller Bildungsansätze?

Die Tagung zielt auf eine kritische Durchleuchtung der Ziele, Inhalte und Methoden kultureller Bildung mit Blick auf ihre angenommenen und tatsächlichen gesellschaftlich strukturellen Wirkungen. Sie ist gedacht für alle, die sich in Theorie, Praxis und Politik für die Wirklichkeit hinter den Behauptungen der gängigen Diskurse um kulturelle Bildung interessieren.

Programm und Anmeldung

Quelle: http://www.bundesakademie.de/kd.htm (29.09.2011, 09:15 Uhr)



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29
SEPTEMBER
von LAG Spiel und Theater Thüringen
am 29.09.2011

Theaterpäd. Fachforum SICHTEN XIII in Berlin

"MULTI - INTER - TRANS kulturell - Theaterpädagogik und gesellschaftliche Vielheit"

Kulturelle Vielfalt ist Realität in unserer modernen Einwanderungsgesellschaft. Gerade in der pädagogischen Praxis ist kulturelle Heterogenität der Normalfall. Für die theaterpädagogische Arbeit birgt das im Hinblick auf die interkulturelle Bildung viele Chancen. Denn das Theaterspielen lässt Freiräume für eine fantasievolle und kreative Auseinandersetzung mit Lebenswirklichkeiten entstehen. Kulturelle und soziale Grenzen verwischen - Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergründen gehen beim Theaterspiel in einen hoch partizipativen künstlerischen Prozess ein. Theater trennt nicht zwischen „wir“ und „ihnen“ – sondern entsteht nur in der Gemeinsamkeit.

Das Theaterpädagogische Fachforum SICHTEN für LehrerInnen, ErzieherInnen und MultiplikatorInnen aus den Bereichen der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendbildung findet dieses Jahr zum 13. Mal statt und widmet sich in zwei Fachforumstagen am 4. und 5. November 2011 unter dem Titel "MULTI - INTER - TRANS kulturell - Theaterpädagogik und gesellschaftliche Vielheit" diesem spannenden Thema.

Veranstaltungsflyer

Quelle: http://www.lagstb.de/aktivitaten/fachforum-sichten/ (29.09.2011, 09:20 Uhr)



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21
SEPTEMBER
von Thüringer Theaterverband
am 21.09.2011

BUCHTIPPS * Theaterpädagogik * KSK *

Ein Praxisbuch der Theaterpädagogik bietet die Neuerscheinung "Protokolle theaterpädagogische Praxis". Das Buch bietet einen praktischen Exkurs zur Erarbeitungspraxis am Beispiel von 5 Inszenierungen. Es ist eine Dokumentation der Multiplikatorenfortbildung "Interkurs" und bietet Konzepte und Verfahren der theaterpädagogischen Praxis.  Es ist damit ein anwendungsbezogenes Praxishandbuch "Dieses Arbeitsbuch bietet verschiedene Ansätze für die szenische Auseinandersetzung mit den angeführten Theatertexten. Die Fülle der Übungen, theatralen Verfahrensweisen und Reflektionen macht das Buch für Anfänger, Fortgeschrittene und Studierende der Theaterpädagogik, aber auch für erfahrene Theaterpädagoginnen und -pädagogen zu einer wahren Fundgrube" (Klappentext).

"Protokolle der Theaterpraxis" (300 Seiten, Schribi-Verlag Berlin, ISBN 978-3-86863-064-0). Das Buch kann beim BDAT (www.bdat.info) für nur 15,- € bestellt werden.

Ein ganz anderes Praxisbuch bietet die Veröffentlichung "Künstlersozialversicherungsgesetz - Hintergründe und aktuelle Anforderungen" . Dieses Buch gibt einen umfassenden und übersichtlichen Einblick in die Fakten und Umstände rund um das Thema Künstlersozialversicherung. Dieses Buch wird KOSTENLOS durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgegeben!

"Künstlersozialversicherungsgesetz - Hintergründe und aktuelle Anforderungen" (224 Seiten, BMAS, ISBN 978-3-00-020400-5). Das Buch kann beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (www.bmas.de) bestellt werden.



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