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KULTURPOLITIK



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MÄRZ
von Thüringer Theaterverband
am 28.03.2011
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Soziokultur meets Statistik

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. lädt zur Präsentation der Statistik "Soziokulturelle Zentren in Zahlen 2009/2010" am 14. April 2011 in Berlin.

Die Tatsache einer "soziokulturellen Statistik" erscheint im ersten Moment wie ein Paradoxon oder wie die Offenbarung eines antagonistischen Widerspruchs. Gelten doch die Macher und Aktiven dieser freien und selbst organisierten Kulturinitiativen und -einrichtungen als kreative Improvisations- und Überlebenskünstler, weniger jedoch als ambitionierte Statistiker. Die entstandene und zu erwartende Statistik beweist, dass letzteres wohl doch nur ein gepflegtes Vorurteil ist und die Bundesvereinigung gleichzeitig ein organisatorisches und datenintensives Mammutprojekt bewältigt haben muss.

Denn folgende, erste Zahlen belegen die unglaubliche Statistik dieser Zentren: In den Soziokulturellen Zentren Deutschlands finden jährlich 80 Tausend Veranstaltungen statt und sie werden von mehr als 9 Mio. Menschen im Jahr besucht.

Noch interessanter sind die - noch nicht veröffentlichten, aber angekündigten - Zahlen über den Prozentsatz der Angebote für Kinder und Jugendliche oder über den Anteil der Eigenwirtschaftlichkeit, den soziokulturelle Akteure mit 1 Euro öffentlicher Förderung erzielen! Diese und weitere Zahlen sowie die grundsätzlich beispielhaften Entwicklungen wird die Statistik "Soziokulturelle Zentren in Zahlen 2009/2010" belegen. Im Ergebnis gibt es Aussagen zu Angebots- und Beschäftigungsstrukturen, zu Zielgruppen, finanziellen und räumlichen Rahmenbedingungen, sowie zum Selbstverständnis der Akteure.

Dr. Christoph Mager vom Karlsruher Institut für Technologie hat die von der Bundesvereinigung Soziokultuereller Zentren e.V. durchgeführte Befragung aller Mitgliedszentren ausgewertet. 

Die aufschlussreichen Ergebnisse werden am Donnerstag, 14. April 2011 im Paul-Löbe-Haus Berlin, Konrad-Adenauer Straße 1, 11011 Berlin präsentiert und gleichzeitig eine Diskussion zu Möglichkeiten und Notwendigkeit von kultureller Grundversorgung und Teilhabe angeregt.

(Quelle: Bundesvereinigung Soziokulturelle Zentren e.V. ) weitere Informationen unter: www.soziokultur.de



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