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PROJEKTE

SPIELORT
KunstHaus Gotha

KunstHaus Gotha
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99867 Gotha


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art der stadt e.V.

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99867 Gotha
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Tel: 03621 402990
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02.11.2012 - 18.11.2012
art der stadt e.V.
Gotha

Bewerbung bis: 07.11.2012
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AUSSTELLUNG "WASSER SEIN"

Von flüchtigen Beziehungen und erstarrten Momenten – Fotoarbeiten von Bernd Seydel

Wasser kann man nicht fotografieren, aber das, was das Wasser mit seiner Umgebung macht. Es verschleiert und verwischt, wenn es fließt oder etwas bedeckt. Es spiegelt und verzerrt, es verbindet Untergrund und Hintergrund. Das Wasser springt auf, bricht sich zu Eisesformen, formt figürliches und zerstiebt schneller, als es das Auge sehen kann.

Die Kamera hilft, das Flüchtige zu bannen, wenn sie denn zum rechten Zeitpunkt ausgelöst wird. Aus tausenden von Wasserformenfotos wurden diejenigen erwählt, die für mich Charakter hatten.

Dagegen die tanzende Bewegung. Sie war der Anlass für diese Ausstellung. Frauen trafen sich, um in der Bewegung und mit dem Thema „Wasser“ sich selbst und sich miteinander zu erkunden, zu erleben und zu ertasten. Dies sollte fotografiert werden. Fast alles sprach für ein Misslingen: der Probenraum mit seinen Fenstern, Wänden und Gegenständen, die ablenkten und störten. Flaches Licht von einfachen Lampen, zerschnitten vom Tageslicht, das durch die Fenster brach.

Der richtige Ausweg war, alles „falsch“ zu machen: das Blitzlicht auf der Kamera kombiniert mit viel zu langen Belichtungszeiten und eine Kamera, die dabei auch noch bewegt wurde genauso wie das Zoomobjektiv. Eigentlich müsste alles verschwimmen zu Unschärfe und Belanglosigkeit.

Entstanden ist das Gegenteil: Licht, das wie Wasser flutet, fließt und umspielt. Es tanzt und bewegt sich mit und gegen die Tänzerinnen. Als den Bildern schließlich noch die Farbe genommen wurde, war alles plötzlich deutlich. Scharf treten immer wieder Augen und Gesichter hervor, Hände und Füße.

Für die Ausstellung sollen diese Bewegbilder einige Partner und Gegner bekommen, also Fotos, die Gegenakzente setzen, bildhafte Erläuterungen oder scharfe Kontraste. Sie alle kommen ohne den Menschen aus, er ist ausschließlich als die Tänzerinnen präsent.